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20.05 2016

Profilmanagement – Ein Kleiner kommt gross raus!

Martin Bachmann, der Kopf der Schweizer Reisetechnologie-Schmiede ist nicht der Grösste. Und Umbrella ist es verglichen mit einigen Software-Häusern auch nicht. Und trotzdem punkten die beiden gerade richtig gross mit Ihrer Profilmanagement-Lösung „Umbrella Faces“. Neben Kuoni Business Travel und Lufthansa City Center (LCC) hat sich auch der Technologiekonzern ABB für den Einsatz der Lösung von Umbrella entschieden. Bei TravelBrain befassen wir uns mit dem Thema Profilmanagement schon seit der Gründung der Firma vor 10 Jahren. 

Eines der ersten Themen für TravelBrain

Eines meiner ersten Themen beim Start von TravelBrain war ein Mandat zur Unterstützung eines TQ3-Teams, welches sich um die Weiterentwicklung einer in Indien entwickelten Profilmanagement-Software kümmerte. Aus TQ3 wurde BCD und aus der damaligen Applikation wurde TSPM (Trip Source Profile Management). Die Lösung hat sich bewährt und ist bei unzähligen Grosskunden von BCD im Einsatz. Die Projektleitung für die Einführung der Amadeus Open Profile Suite (OPS) für einen globalen LCC Kunden hat später geholfen, das Thema weiter zu vertiefen und zusätzliches Know How aufzubauen. Neben den erwähnten Einsätzen ist Profilmanagement immer wieder ein Thema, das am Rande in Projekten eine Rolle spielt und mitberücksichtigt wird. Eines haben die Lösungen gemeinsam. Sie sind vor allem auf Gross- und Grösstkunden ausgelegt, sind richtg komplex und werden, mit hohem Ressourcen-Aufwand, spezifisch für den einzelnen Kunden konfiguriert.

Profilmanagement – clever & smart

Umbrella beweist jetzt aber, dass es auch einfacher geht. Nicht jede Besonderheit und noch so wilde Anforderung von Kunden wird berücksichtigt. Nicht jeder Prozess wird direkt aus einem Reisenden-Profil angestossen. Dafür ist die Lösung innert weniger Tage einsatzfähig – und das nicht nur, sondern vor allem auch, für mittelgrosse und kleinere Kunden. Hier wird nicht zwingend (aber natürlich auch) mit automatisierten Feeds aus HR-Datenbanken gearbeitet. Aber auch bei Umbrella Faces werden aus einem zentralen Profil verschiedene Zielsysteme mit den notwendigen Informationen aus dem Reisenden-Profil befüllt. Aktuell sind das bei Faces neben Sabre, Galileo und Amadeus auch die Online Booking Engines Concur, Amadeus AeTM und Cytric von iFAO. Weitere Anbindungen werden sicher noch dazu kommen.

Logo Umbrella FacesDass Umbrella Faces trotz gewissen Einschränkungen auch für Grosskunden interessant ist, zeigt der kürzliche Abschluss mit ABB. Manchmal scheint weniger und kleiner tatsächlich auch mehr zu sein und zu genügen. Sowohl ABB als auch Kuoni Geschäftsreisen setzen als Midoffice-Systeme mit Umbrella.Net bereits eine Lösung von Umbrella ein. Das Andocken daran und die Übernahme der Daten der Reisenden war hier natürlich eine Pflichtaufgabe für das Team von Martin Bachmann.

Mit Helmut Pilz hat sich Bachmann kürzlich einen international erfahrenen GDS Experten von Amadeus ins Boot geholt, der sich um den weiteren Auf- und Ausbau von Faces kümmert. Eine neue Webseite und ein Blog zum Thema sind bereits die ersten sichtbaren Aktivitäten.

Umbrella Faces Webseite
Blogbeitrag Lufthansa City Center
Blogbeitrag ABB – Interview mit Thomas Spillmann

Profilmanagement – Ein Muss für TMCs und für Kunden

So bleibt das Thema Profilmanagement also weiterhin weit oben auf der Agenda bei TravelBrain. Und nicht nur bei TravelBrain sondern auch bei den TMCs und bei den Corporates. Und immer mehr werden auch die lokalen Geschäftsreisen-Anbieter mit dem Thema konfrontiert werden. Einerseits geht es natürlich darum, die Prozesse zu optimieren und bei sinkenden Erträgen den Aufwand für Erstellung und Pflege der Profile an den Reisenden zu übertragen. Auch die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten (Kostenstellen, Projektnummern, Frequent Traveler Nummern usw.)  wird dabei an den Kunden zurückgegeben. Andererseits geht es auch darum, sicherzustellen dass Profildaten über mehrere Systeme hinweg (online und offline) immer auf dem gleichen Stand sind. Diese werden ja vom Profilmanagement-System quasi in Echtzeit upgedated. Mit der Lösung von Umbrella wird Profilmanagement jetzt endlich auch für kleinere Anbieter erschwinglich. So kann der Reisende seine Daten auf seinem PC, Tablet oder Smartphone anpassen und der Agent im Reisebüro nutzt sofort die aktuellsten Daten.

Mit der Speicherung der Daten beim Reisebüro, im GDS oder beim Anbieter des Profilmanagement-Systems tut sich der eine oder andere Kunde schwer. Ein entsprechendes Profil war bisher Voraussetzung für einen sinnvollen und effizienten Prozess bei der Reisebuchung. Ausser natürlich, wenn die Daten jedes mal wieder neu abgefragt und eingegeben werden. Zukünftig wird es aber auch möglich sein, die Daten komplett innerhalb der Firma zu speichern. Das Profilmanagement-System wird dann nur bei Bedarf, also einer Buchung, die Daten mit einem Unique Identifier im Kundenumfeld abholen und für die Buchung im Zielsystem nutzen. Und das, ohne die Daten selber zu speichern.

Was sind die Anbieter auf dem Markt

Bei den TMCs laufen die hauseigenen Systeme unter den Namen American Express Connect, BCD TSPM (Trip Source Profile Management), CWT Portrait und HRG Profile. Allerdings sind diese Produktnamen für den Firmenkunden nicht wirklich relevant, da die Applikationen meistens fix in die Portale der Anbieter eingebunden sind.

Daneben gibt es einige weitere Anbieter, die sich dem Thema in der Zwischenzeit angenommen haben. Schaut doch einfach mal rein und holt Euch Ideen und Informationen, die Euch bei der Umsetzung Eurer eigenen Profilmanagement-Struktur helfen können.

Umbrella Faces
Amadeus Open Profile Suite
nuTravel Profile Mnagement
Skyjunxion Profile Management
Trondent ProFiler

Wenn Ihr Eure Zeit lieber Eurem Kerngeschäft widmet und Unterstützung bei der Erarbeitung einer Strategie oder der Einführung eines Profilmanagement-Systems braucht, dann helfen wir Euch natürlich gerne weiter. Sei dies als Berater bei der Evaluation des richtigen Systems oder als Projektleiter bei der Umsetzung.

Adrian Matt für TravelBrain

13.05 2016

Der Anlass – ACTE Education Forum 2016 in Zürich

Das ACTE Education Forum war in diesem Jahr im Novotel Zürich Airport zu Gast. Unter dem Titel „The Future of Travel Management“ hat man sich in diesem Jahr den Themen „Reisereglemente“ und „Einkauf“ angekommen.  Obwohl ursprünglich nicht mit auf der Agenda, war auch NDC ein wichtiges Thema. Auf Einladung von ACTE durfte ich am vergangenen Donnerstag ebenfalls wieder beim Anlass mit dabei sein.

ACTE Logo3Nach Kaffee und Gipfeli beim Empfang wurden die Teilnehmer von Sabah Kahoul und Caroline Allen von ACTE offiziell begrüsst.

Nathalie Ansermoz, Global Category Manager Travel bei Bacardi machte  in Ihrer kurzen Begrüssung auf die neu gegründete Vereinigung STM Swiss Travel Management, deren Ziele und Aktivitäten aufmerksam. STM agiert dabei als Chapter der französischen AFTM.  Die Vereinigung wurde im Herbst 2015 gegründet und ist bisher vor allem in der Westschweiz aktiv. Ich bin gespannt, ob STM den Sprung über den Röstigraben schafft und auch die Züricher und Basler Travel Manager mit ins Boot holen kann.

Für die Moderation des Anlasses wurde kurzfristig noch Oliver Graue von der deutschen Business Travel Fachzeitschrift BizTravel verpflichtet. Er führte im Anschluss durch das Tagesprogramm.

ACTE Education Forum – Keynote Presentation

In Ihrer Keynote Präsetnation zeigte Anette Braun, Global Hotel Lead bei IBM, wie weit die Entwicklungen beim IT-Giganten schon fortgeschritten sind. Allerdings zeigte sich hier auch gleich, dass Grösse halt auch immer ein bisschen hinderlich sein kann beim Testen von neuen Ansätzen. Viel Neues oder Spektakuläres gab es hier noch nicht zu hören.

Evolution of the Travel Policy

Für den Einstieg ins Thema Travel Policy brachten Patrick Moreillon, neuer Schweiz Chef und Florian Storp, Verantwortlicher DACH von American Express Global Business Travel die Resultate einer kürzlich in Zusammenarbeit mit ACTE durchgeführten Travel Management Studie mit. Dabei wurden einige Interessante Einblicke in die Erwartungen an zukünftige Policies geteilt.

Die ganze Studie gibt es bei American Express zum Herunterladen.

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In der anschliessenden Podiumsdiskussion, bei der Nathalie AnsermozAnnette Braun, und Christoph Zimmerli, Travel Manager F. Hoffmann-La Roche AG dazu stiessen, wurden die Tücken der Travel Policy nochmals thematisiert. Von strikten Vorgaben zu Partnern und Kanälen hin bis zu Global Budgets mit viel Freiheit, ist im Markt immer noch alles zu finden. Noch kaum sauber abgedeckt sind die Themen Ancillaries, Open Booking und Sharing Economy. Da gibt es noch richtig viel zu tun für einen Grossteil der Firmen. Übrigens, da helfen wir von TravelBrain gerne mit Analysen und guten Tipps weiter.

Roundtable Discussions

Vor dem Mittagessen hiess es dann für die Anwesenden noch aktiv am Geschehen teilzunehmen. An den Tischen wurden Antworten zu Fragen rund um die Travel Policy gesucht. Die Erkenntnisse wurden anschliessend kurz im Gremium präsentiert.

IMG_6426Auch beim Steh-Lunch wurde das Thema Reisereglemente noch ausführlich weiter diskutiert. Einig war man sich, dass eine kurze und prägnante Policy hilft, bei den Reisenden auch anzukommen und, dass die simple Aufteilung nach Klassen (Eco, Business, First) der Realität schlichtweg nicht mehr entspricht.

New Travel Sourcing Opportunities?

Sind die Möglichkeiten der Travel Manager im Einkauf ausgeschöpft? Oder gibt es noch Mittel und Wege, die Kosten weiter zu senken? Bei den Verhandlungen mit den bekannten Leistungsträgern dürfte das Ende der Fahnenstange langsam erreicht sein. In eine spannenden Referat zeigte Nathalie Ansermoz auf, welche Wege aktuell bei Bacardi geprüft werden. So hat man eben begonnen, die Big Player der Sharing Economy ins Travel Program einzubinden. Man testet gerade mit Uber for Business und AirBnb for Business ob die New Kids on the Block auch für die Geschäftsreisen von Bacardi taugen. Nach einer kritischen Rückfrage von Philipp Brunner von Unilever zu den Themen Sicherheit und Versicherung, erklärte Nathalie, dass die entsprechenden Abteilungen schon von Beginn an ins Projekt eingebunden seien und dass dies ein ganz wichtiger Faktor für den Erfolg sei. Neben den neuen Dienstleistern wird mit Yapta auch eine neue Optimierungs-Lösung für Flug- und Hotelpreise getestet. Ansätze sind vorhanden und Bacardi macht einen mutigen Schritt, den viele Firmen und Travel Manager noch scheuen.

Noch mehr spannende Informationen zur Nutzung von Sharing Economy Angeboten im Business Travel gibt es im aktuellen Report von Tnooz – „What the sharing economy’s success means for your travel business“.

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NDC Update

Und es geht doch nicht ohne NDC. Aber die Entwicklungen rund um den neuen Datenstandard der IATA interessieren natürlich. Für eine Situationsanalyse und ein Refresh der Teilnehmer wurde Olivier Hours aufgeboten. Olivier ist Head of NDC Engagement und Adoption bei der IATA. Bereits haben 25 Fluggesellschaften Ihre NDC Aktivitäten oder Pilotbetriebe gestartet. Weitere 25 Airlines sollen gemäss Hours noch in diesem Jahr dazu stossen. Für ein Schmunzeln in der Runde führte der Hinweis eines Travelport-Kollegen, dass bei Travelport schon rund 140 Airlines Ihre Ancillaries ins System einspeisen!

Immer die neusten Infos rund um die NDC Projekte gibt es auf der IATA Seite NDC for Business Travel. Zwischendurch ein Auge darauf werfen, lohnt sich ganz bestimmt.

IGNITE Präsentationen

Der letzte Teil wurde eingeleitet durch 5 kurze IGNITE Präsentationen von Suppliern. Die Themen reichten dabei von Hotelprogrammen über Inspiration von Kunden hin bis zur koordinierten Rückforderung von Airline Kompensationszahlungen für verspätete Flüge und VAT für Auslandreisen. Spannend – knackig – humorvoll.

Romain Drosne, Co-Founder, RefundMyTicket
Nils Kernchen, Sales & Affiliate Director, Taxeo
Oliver May, Head of MICE, HRS
Elke Spiegel, Head of Sales Continen Europe, London City Airport
Davy Jansegers, Director of Sales, Accor Hotels

Die Referenten der Kurzpräsentationen standen im Anschluss noch für eine von Oliver Graue moderierte Fragerunde zur Verfügung.

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Beim abschliessenden Apero an der Hotelbar gab es noch genügend Gelegenheit, die Themen weiter zu vertiefen und den einen oder anderen neuen Kontakt herzustellen. Immer wieder interessant zu hören, wie unterschiedlich die Themen und Präsentationen von den Anwesenden beurteilt werden. Von „super spannend“ bis „nichts Neues und eher lau“ gab es die unterschiedlichsten Meinungen.

Aus meiner Sicht wurden die Themen von einem neuen Team und dem Advisory Board gut aufbereitet und insgesamt spannend präsentiert. Nicht wirklich überrascht hat mich die Tatsache, dass die  „perfekte Travel Policy“ die Gemüter bewegt und noch viele Firmen davon noch weit entfernt sind. Der Mix zwischen Travel Manager und Suppliern war, wie auch bei anderen Anlässen, eher lieferantenlastig. Das wurde von einigen Travel Managern bemängelt, lässt sich aber vermutlich nicht so einfach ändern. Gründe dafür sind einerseits die benötigten Sponsoren-Gelder andererseits die eher kleine Anzahl an Schweizer Travel Managern.

Einige weitere Bilder zum ACTE Education Forum gibt es auf der Seite von BizTravel.

Alles in allem ein gelungener Anlass und für die Einladung dazu möchte ich mich noch einmal recht herzlich beim Organisationsteam und ACTE bedanken. 

Adrian Matt für TravelBrain

19.04 2016

ACTE Education Forum Zürich am 11. Mai 2016

Einmal ganz ohne NDC und Sharing Economy kommt das ACTE Education Forum am 11. Mai 2016 im Novotel Airport Messe in Zürich aus. Dafür konzentriert man sich bei den Themen in diesem Jahr auf  die Travel Policy und auf den strategischen Einkauf bzw. weitere Möglichkeiten für das Travel Management, das firmeneigene Programm weiter zu optimieren.

ACTE Education Forum Zurich 2016Na ja, ganz wird vermutlich Anette Braun in Ihrer Keynote Präsentation „What are the trends in Travel Management“  auch nicht um Direktanbindungen, Uber und AirBnB herumkommen. Wir werden sehen.

Das Programm des ACTE Education Forums in Zürich präsentiert sich aktuell wie folgt:

ACTE Education Forum – „The Future of Travel Management“

10.15 – 10.30
Keynote Präsentation „What are the Trends in Travel Management, Annette Braun (Global Hotel Lead, IBM)

10.30 – 11.30 
Präsentation von American Express GBT und anschliessende Podiumsdiskussion zur „Evolution of Travel Policy“ mit
Nathalie Ansermoz, Global Category Manager Travel, Bacardi
Annette Braun, Global Hotel Lead, IBM
Christoph Zimmerli, Travel Manager F. Hoffmann-La Roche AG

11.30 – 12.15 
Gruppendiskussionen zu den zuvor gehörten Ideen und Konzepten rund um die Reiserichtlinien. Was passt am besten zur eigenen Firma

12.15 – 13.45 Networking Lunch

13.45 – 15.30 
Einführungsreferat von Nathalie Ansermoz, Global Category Manager Travel bei Bacardi zu den „New Travel Sourcing Opportunities

Im Anschluss dazu einige Ignite-Präsentationen gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit
Romain Drosne, Co-Founder, RefundMyTicket
Nils Kernchen, Sales & Affiliate Director, Taxeo
Oliver May, Head of MICE, HRS
Elke Spiegel, Head of Sales Continen Europe, London City Airport
Davy Jansegers, Director of Sales, Accor Hotels

Wie gewohnt, gibt es am Schluss die Möglichkeit sich bei einem Kaffee noch mit den Referenten und den Teilnehmern über das Gehörte auszutauschen.

Weitere Informationen zum Event und Anmeldung

Wenn alles klappt, sind wir von TravelBrain natürlich auch vor Ort. Wir freuen uns schon auf spannende Themen und vor allem einen richtig interessanten Austausch mit den anwesenden Rednern und Zuhörern.

Adrian Matt für TravelBrain

15.04 2016

Mobile Hotelbuchungen – Turn back the times?

Gemäss einer aktuellen Mitteilung von CWT gehen Mobile Hotelbuchungen, getätigt über die CWT To Go App, gerade durch die Decke. Scheinbar werden monatliche Zuwachsraten von 20% und mehr gemessen! Schaffen es die Travel Management Companies (TMCs) wie CWT, BCD, HRG und Amex GBT über das mobile Angebot tatsächlich das Rad zurück zu drehen und das verloren geglaubte Segment der Hotelbuchungen wieder ins eigene Haus zu holen?

Mobile Hotelbuchungen bei CWT

Nicht, dass mich die Tatsache der Zunahme der mobilen Buchungen für Hotels jetzt aus den Socken hauen würde. Da haben Booking.com, HRS, einige Last-Minute Hotel Apps und andere Anbieter schon lange den Weg geebnet und die Zahlen sind durchaus beeindruckend. Viel spannender ist es zu sehen, dass die TMCs scheinbar in der Lage sind, bei den Hotelbuchungen für Ihre Kunden wieder einen Fuss in die Türe zu stellen. Das die Travel Manager bereit sind, das leidige Thema der „rogue bookings“ zusammen mit den TMCs anzugehen, dass war zu erwarten. Viel schwieriger einzuschätzen, war die Bereitschaft der Nutzer, also der Reisenden, die TMC Apps plötzlich den lieb gewonnenen Favoriten vorzuziehen

Infografik Mobile HotelbuchungenMobile Hotelbuchungen schon bei 15%

Bei einigen CWT Kunden sollen bereits rund 15% der gesamten Hotel-Buchungen mobil über CWT To Go getätigt werden. Da ist natürlich immer noch ein enormes Potential vorhanden. Das monatliche Wachstum lässt aber darauf schliessen, dass es bald mehr sein werden. Für das Travel Management ist damit sichergestellt, dass das eigene Hotelprogramm und generell die Travel Policy besser greifen. Gleichzeitig steigt der Komfort für den Reisenden, da alles in einer App abgewickelt werden kann.

Weitere Informationen von CWT zu Mobilen Hotelbuchungen

Wenn Funktionalität und einfache Bedienbarkeit passen, lassen sich also durchaus noch Volumen bewegen. Es scheint, als würden die TMCs bei diesem Thema gerade noch rechtzeitig die Kurve kriegen. Weiter so!

 

Bereits in einem früheren Artikel haben wir uns mit den Leistungen der TMC Apps beschäftigt.

Was denkt Ihr? Gelingt es den Travel Management Companies mit ihren Angeboten wieder zur ersten und bevorzugten Anlaufstelle für Hotelbuchungen von Geschäftsreisenden zu werden?

Adrian Matt für TravelBrain

06.04 2016

KLM Facebook Messenger – warum auch nicht?

Und wieder einmal übernimmt KLM eine Vorreiterrolle bei der Nutzung eines Technologie bzw. eines Services. Vor einigen Tagen hat KLM den Facebook Messenger als Kommunikationskanal zu den schon üppig vorhandenen Möglichkeiten hinzugefügt.

KLM Facebook Messenger – Reiseplan, Boardingpass und Kommunikation

KLM wird als erste Fluglinie weltweit den Facebook Messenger in die Kundenkommunikation integrieren. Somit haben KLM Kunden auch auf dem Messenger immer alle wichtigen Informationen und Dokumente zu ihrem Flug auf einem Blick im Messenger mit dabei. Bei Fragen oder Umbuchungen kann direkt im Messenger mit der Airline kommuniziert werden. Angestossen wird eine Unterhaltung immer vom Kunden und KLM will den Kanal nicht als Werbeplattform nutzen. Nachdem KLM in Asien bereits die Messaging App „WeChat“ und in Korea die lokale Variante „KaoKaoTalk“ nutzt, geht die Airline davon aus, dass die Kommunikation via Messaging-App die Zukunft der Kunden-Kommunikation sein wird. Bereits nach einigen Tagen spricht die Airline von einem massiven Anstieg der Chats mit Kunden.

Die Zukunft der Kundenkommunikation?

Lee McCabe, Head of Travel bei Facebook, geht sogar noch einen Schritt weiter und rechnet damit, dass Fluggesellschaften zukünftig auch Ancillary Services und Upgrades über den Facebook-Messenger anbieten werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch er der Ansicht ist, dass der Messenger die ideale Plattform für Firmen ist um mit Kunden in einem „Thread“ zu kommunizieren.

Ich frage mich dabei, wo denn die Vorteile gegenüber der App der Fluggesellschaften oder Reiseplandiesen wie TripIt, WorldMate oder den Apps der TMCs liegen. Reiseplan und Boardingpass habe ich da schon sauber sortiert und einfach zugänglich. Aber der Part mit der Kommunikation ist natürlich nicht zu unterschätzen und äusserst bequem. Muss das Ganze noch ergänzt werden mit einem Wallet wie bei Apple, wo die gesammelten Dokumente angzeigt werden? Was fehlt noch?

Auf jeden Fall wieder eine spannende Aktion von KLM. Was haltet Ihr davon?

Adrian Matt für TravelBrain

 

07.03 2016

10 Jahre TravelBrain – wir feiern!

Irgendwie hat das mit dem Schreiben für den Blog in den letzten Wochen und Monaten nicht ganz nach Wunsch geklappt. Neben den vielen interessanten Projekten fehlte ein bisschen die Zeit und wenn es diese trotzdem mal gab, war der Wunsch nach etwas Erholung einfach grösser.

Aber zu diesem speziellen Anlass gibt es trotzdem etwas zu schreiben. Wäre irgendwie schade, wenn das unerwähnt bleiben würde.

TravelBrain feiert 10 Jahre Jubiläum!

ChampagnerglserGestartet im Februar 2006 als Übergangslösung nach der Schliessung von TRX in der Schweiz, haben wir es tatsächlich geschafft, uns während 10 Jahren am Markt und in der Branche zu behaupten. Immer nach dem Motto „klein aber fein“ und „wir tun nur, was wir gut können“, durften wir unsere Kunden in zahlreichen interessanten und durchaus wichtigen Projekten unterstützen. Zum Kundenkreis gehören nicht nur die grössten TMCs und einige Reisebüros, sondern auch GDSs, einige Technologie-Unternehmen und zunehmend auch Corporates, die uns die Projektleitung für Travel Management und Expense Management Projekte übertragen. Sogar Blogger-Camps in Italien unter dem Brand Blogger-Elevator haben dazugehört. In der Schweiz gestartet, dürfen wir heute auch einige multinationale und sogar globale Projekte betreuen.

Die besten Spezialisten an Bord

In verschiedenen Zusammensetzungen hat sich TravelBrain den gestellten Herausforderungen angenommen. So haben Erci Aydin, Michele Aggiato, Jens Vongehr, Dani Grenacher, Felix Egli und Mike Boyle einen einen grossen Beitrag an die Entwicklung von TravelBrain geleistet und die Marke zu dem gemacht, was sie heute ist. Es war eine tolle Zeit mit Euch und ich möchte keine Minute davon missen.

TravelBrain Team 1

Waren die Projekte und damit unsere Einsätze bis vor zwei, drei Jahren noch vorwiegend von den TMCs initiiert, hat sich das in letzter Zeit geändert. Immer mehr kommen Anfragen und Aufträge direkt von Corporates, die sich dem Thema Reiseprozesse und Travel Technologie vermehrt selber annehmen.

Mit den Projekten hat sich auch das Team verändert. Heute sind es Stefan Otter, Lenny Hornsby, Wim de Graeve, Robert Neumann, Christian Elsässer, Sebastian Stein, Michael Zwickl und weitere, die im Namen von TravelBrain entweder als Angestellte oder als Freelancer unterwegs sind.

ExpenseBrain – ein neues Kapitel

Und nicht nur für TravelBrain, sondern immer mehr auch für ExpenseBrain, die Ende 2015 neu gegründete Unternehmung, die sich vermehrt dem Thema Expense Management angenommen hat. Damit haben wir nach 10 Jahren ein weiteres neues Kapitel aufgeschlagen. Es bleibt spannend. Und weiterhin machen wir es uns zum Ziel, für unsere Kunden und deren Projekte, die besten Teams zusammenzustellen und unser Branchen-Knowhow und unsere Erfahrung bestmöglich zum Wohle der Kunden zu nutzen.

Herzlichen Dank an alle bisherigen, aktuellen und zukünftigen Kunden für das Vertrauen in TravelBrain und den Kollegen, Mitarbeitern und Partnern für den tollen Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit in den letzten 10 Jahren.

Gehen wir die nächsten 10 Jahre an. Wir sind bereit.

Adrian Matt für TravelBrain

23.02 2016

Business Travel Show – Erstes Event-Highlight der Saison

Jetzt geht es wieder los mit den, für die Branche spannenden Events. Den Anfang macht dieses Jahr wieder die Business Travel Show / Travel Technology Europe in London. Da schauen wir uns doch mal an, ob es neue Lösungen oder gar neue Themen gibt. Wir sind vor Ort und haben auch noch den einen oder anderen Slot frei für Gespräche.

17.09 2015

Der Anlass – 10. Swiss Travel Management Forum am 8. September 2015

Bereits zum zehnten Mal wurde am vergangenen Dienstag das diesjährige Swiss Travel Management Forum im Dorint Airport Hotel in Zürich durchgeführt. Auch bei der Jubiläumsveranstaltung war TravelBrain wieder als Content Partner mit dabei und hat zusammen mit dem Team der Fachzeitschrift Business Traveltip um Beat Eichenberger und Stefan Jäggi und dem VDR die Themenauswahl erarbeitet. Mit über 100 Geschäftsreisen-Profis und einer erfreulich hohen Anzahl an Travel Managern darf der Anlass als Erfolg gewertet werden.

Logo Swiss Travel Management Forum

Auswirkungen der neuen Technologien auf die Geschäftsreisen-Branche

Trotz dem unglücklicherweise gleichentags stattfindenden Finass Business Travel Workshop war das 10. Swiss Travel Management Forum in Zürich hervorragend besucht. Und mit einem Anteil von über 25% bei den Travel Managern stimmte auch der, an solchen Anlässen immer wieder bemängelte Mix zwischen Dienstleistern und Kunden. Guten Zuspruch fand auch die Einladung zum vorgängigen Corporate-Only Business Lunch mit Guest Speaker Markus Huber (ex-BTA) . Ganz unter sich hatten die Travel Manager schon vor dem offiziellen Start des Anlasses, sich zu den Themen auszutauschen.

Den offiziellen Teil der Veranstaltung eröffneten dann Beat Eichenberger als Tagungsmoderator mit der Begrüssung der Teilnehmer, einem Rückblick auf die vergangenen Austragungen und einem kurzen Ausblick auf die Agenda des Nachmiitags. Hans-Ingo Biehl als Präsident des Patronatspartners VDR liess den Blick ebenfalls kurz zurückschweifen auf die vielen Themen der letzten 9 Jahre STMF. Sein Dank galt vor allem Beat Eichenberger und seinem Team, die den Anlass zusammen mit dem VDR aus der Taufe gehoben haben. Nur mit Team-Arbeit seien Konzepte langfristig erfolgreich. Gerade diese Zusammenarbeit mit dem Reisevertrieb und den Kunden lasse die Lufthansa-Gruppe zur Zeit vermissen. Mit diesem Seitenhieb wünschte er den Anwesenden einen interessanten und lehrreichen Anlass.

Treiber Technologie – so verändert IT den Airline-Vertrieb

Mit Patrick Naef, einem Schweizer, der als IT Chef in den Diensten von Emirates Airlines steht, konnte ein absoluter Top-Shot für das Eröffnungsreferat gewonnen werden. In seinem temporeichen und spannenden Speech entführte Naef die Zuhörer in die faszinierende Welt des Emirates / Dnata Konzerns. Wenn andere Airlines ein Jahres-Budget für 4 neue Flieger haben, übernimmt Emirates gerade 4 neue Airbus A-380 an einem einzigen Tag in den Flugbetrieb. Während andere Airlines die IT oursourcen beschäftigt Emirates über 2500 Informatiker. Andere Dimensionen.

Und damit spielt dann eben Emirates nicht einfach so im Konzert mit, sondern will bei den Entwicklungen der zukünftigen Technologien in der Distribution selbst den Ton angeben. Zu diesem Zweck. Zu diesem Zweck werden neben den eigenen Entwicklern auch im Rahmen von Emirates Hackathons neue Ideen entwickelt und wenn sinnvoll und erfolgversprechend auch umgesetzt. In der Branche führen unter anderem auch Sabre oder Tnooz immer wieder solche Anlässe mit attraktiven Gewinnmöglichkeiten durch.

STMF Richard Naef von EmiratesVon BYOD zu BYOT

Der Grossteil der Anwesenden ist in den eigenen Firmen noch mit dem Thema „Bring your own Device“ beschäftigt. Und da erzählt uns Patrick Naef, dass wir gerade auf dem Sprung zu „Bring your own Technology“ stehen. Warum sollen Mitarbeiter noch relativ langsame Firmen WLANs nutzen, wenn das eigene Handy eine schnellere Verfügung ins Internet erlaubt. Kollegen, die privat oder geschäftlich schon Tools wie Slack, Wrike, Podio oder anderen coolen Apps effizient gearbeitet haben, wollen nicht plötzlich in Sharepoint- und Lotus Notes-Korsette gewzängt werden. Warum also nicht die Mitarbeitenden, die Tools of Choice gewinnbringend für die Firma einsetzen. Ein bisschen wie Open Booking, oder? Und jetzt nicht gleich die Hände verwerfen. Nicht alle von uns werden das noch miterleben.

Emirates und Patrick Naef mit seinem Team sind auf jeden Fall an vorderster Front bei der Umgestaltung der Airline Distribution mit dabei.

Airline Kreativität vs. Business Travel Prozesse

Nachdem sich die „Mobile“-Themen so langsam in die übrigen Themenbereiche verflüchtigt haben, durfte ich mich diesem Jahr ein Airline-Thema moderieren. Die Kreativität, welche die Airlines und nicht zuletzt die Lufthansa-Gruppe mit der Swiss an den Tag legen, bieten genügend Gesprächsstoff für lange und kontrovers geführte Diskussionen.

Eine solche durfte ich mit Robert Berger, CEO BTA First Travel, Andreas Gisler, Head Travel Management bei Swiss Re und Gregor Koncilja, Head of Global Key Accounts & Business Sales Switzerland führen. In einer kurzen Einführung wies Koncilja darauf hin, dass die Swiss die Flugppreise über die letzten Jahre massiv gesenkt habe und brachte den Anwesenden die Hintergründe und die Systematik der neuen Tarifstruktur näher. Zudem bat er um Verständnis dafür, dass die Einführung aufgrund einer internen Systemumstellung mit einer extrem kurzen Vorlaufzeit für Partner und Kunden verbunden war. Die Distributon Cost Charge (DCC) von Fr. 16.– erklärte er mit der distributiven Freiheit, die Kanäle mit verschiedenen Preisen zu befüllen. In der anschliessenden Gesprächsrunde hielt Robert Berger fest, dass er der Fluggesellschaft durchaus zugestehe, eigene Modelle auf den Markt zu bringen, die  auch nicht allen passen müssen. TMCs und Reisebüros müssten sich mit den Marktgegebenheiten auseinandersetzen und Ihre eigenen Modelle und Dienstleistungen entsprechend anpassen. Allerdings sind für ihn die GDSs als Buchungskanal immer noch gesetzt. Lösungen mit Farelogix und anderen Anbietern würden natürlich geprüft. Für eigene Entwicklungen sei man aber als BTA First doch eher zu klein.

STMF Airline CreativityÜberhaupt nicht einverstanden mit dem Vorgehen der LH-Gruppe bei der Einführung der neuen Tarifstruktur und vorallem der DCC zeigte sich Andreas Gisler. Wenn sich die Zahlen der Swiss Re und anderen Kunden in die Richtung der Farbe der Swiss Bemalung ändern würden, müssten sich die Verantwortlichen bei Swiss und Lufthansa nicht wundern. Der viel kolportieren Aussage, dass der Markt solche Veränderungen wolle, könne er gar nichts abgewinnen. Partnerschaft sähe anders aus..Tatsächlich habe auch ich in den vielen Gesprächen mit Travel Managern erst einen einzigen getroffen, der dem Vorgehen der LH-Gruppe zumindest teilweise Verständnis entgegenbringt.

Die Herren haben sich auf der Bühne nicht weh getan. Die Positionen schienen aber klar bezogen. Und die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die Branche auf die Gegebenheiten einstellt und, ob Kunden, die LH-Gruppe für die indirekte Preiserhöhung und die schwindende Transparenz abstrafen.

Breakout-Sessions zu Risiken einer Geschäftsreise

Von den beiden Breakout-Sessions lässt sich ja immer nur eine gleichzeitig besuchen. Beide Themen beschäftigen mich und meine TravelBrain-Kollegen gerade in aktuellen Kunden-Projekten. Und sowohl die Risiken für Reisende auf Geschäftsreisende wie auch die Risiken rund um die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen werden oft zu wenig aktiv angegangen. .

Mobile Workforce – klare Sicht statt Blindflug

Sind sich Firmen und Ihre Verantwortlichen bewusst, welche Risiken sie bei der Entsendung von Mitarbeitern in andere Länder ausgesetzt sind? Dabei geht es für einmal nicht um die klassischen Risiken wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder gar terroristische Anschläge. Nein, ganz trivial um Immigration, Steuern und Sozialversicherungen. Ein eher trockenes, aber vor allem unterschätztes Thema. Mit dem Auftrag, die Sicht etwas aufzuklaren und den Anwesenden einen ersten Einblick zu verschaffen, ist  Martin Geber, Senior Manager Global Mobility Services, KPMG angetreten. Beim einen oder anderen der Anwesenden dürften die Alarmglocken geläutet haben. Nur wenige sind sich der Risiken, die schnell teuer werden können, wirklich bewusst. Eine Hilfe bei der Evaluation der Risiken und der Informationsbeschaffung bietet KPMG mit dem selber entwickelten Tool KPMG LINK Business Traveler. Noch mehr Informationen zu diesem wichtigen Thema gibt es bei KPMG unter Mobile Workforce Consulting

Duty of Care – was gilt es zwingend zu beachten?

Die zweite Breakout-Session zum Thema Risk Management und Duty of Care wurde von Aurore Chatard, Regional Security Director von International SOS und Pierre Y. Kupferschmid, Group Physical Security, Health & Saftey Director von Richemont bestritten. Anhand von Live-Beispielen bei Richemont wurde den Teilnehmern aufgezeigt, was unternommen wird um Risiken zu vermeiden oder zu minimieren. Und natürlich auch, wie im Krisenfall gemeinsam mit International SOS reagiert und die Betreuung und allenfalls Repatriierung von Mitarbeitenden umgesetzt wird.

Hier gibt es die Duty of Care Präsentation zum Download

Schlagwort End-to-End – die komplexe Daten-Integration

Das kam mir doch irgendwie bekannt vor! Schon vor einigen Jahren musste Bruno Guggenheim, Regional Sales Executive bei Concur am STMF wegen kurzfristigem Ausfall eines deutschen Kollegen in die Bresche springen. Beim letzten Mal war es ein Technik-Thema – dieses Mal ging es um End-to-End-Lösungen. Bruno Guggenheim zeigte auf, wie Concur das End-to-End Thema mit den eigenen Modulen Travel und Expense angeht und zudem mit TripLink  und offenen Schnittstellen, externe Anbieter in den Prozess mit einzubeziehen.

Peter Tomes, Head of Provider & Corporate Solutions bei Amadeus nahm den Ball auf und erklärte, wie sich Amadeus mit iFAO Cytric und Cytric Expense, aber auch weiteren Partnern, der Herausforderung stellt. Das teilweise immer noch geltenede „Vom Bett bis zur Bahre – Formulare Formulare“ soll nun doch endlich aus der Welt geschafft werden. Die Prozesse sollen vom Reiseantrag bis zur finalen Reise- und Spesenabrechnung digital und vorwiegend über mobile Geräte abgewickelt werden.

Moderiert von Beat Eichenberger wurde das Thema dann zusammen mit dem Experten Ludger Bals von NP4 die Thematik weiter diskutiert. Was ist schon möglich oder gar schon umgesetzt? Aber welcher Firmengrösse lohnt sich die Einführung von End-to-.End Prozessen? Und wo liegen die Einsparungsmöglichkeiten?  Ein Thema das auf der Agenda für weitere Anlässe bleiben wird und nicht nur die Travel Manager in den Firmen beschäftigen wird.

Download „Concur – The Value of an End-to-End Travel and Expense Management Solution“

Sharing Economy – was taugen die „Disruptors“ wirklich?

STMF Röbi Koller und Uber ChefUnd dann wehte plötzlich ein frischer Wind durch den Saal! Mit Rasoul Jalali, Geschäftsführer von Uber in der Schweiz betrat einer der jüngsten Teilnehmer am Anlass die Bühne.  Und siehe da, es geht auch ganz ohne Anzug und Krawatte. Rasant und mit viel Herzblut erzählte Jalali über den Start und die Entwicklung von Uber in den letzten Monaten und liess auch die kritischen Bereiche (z.B. Verbot von UberPop in Deutschland, Sozialversicherungen in USA) nicht aus. Seine Kernaussage: „Uber ist für jedermann, zu jeder Zeit und immer zu einem guten Preis“. Und das würde mit „Uber for Business“ insbesondere auch für Geschäftsreisende gelten. Anbindung an Concur und weitere  Anbieter inklusive.

Etwas Tempo raus nahm dann Rolf Gehrig, Sales Manger von Mobility in der Schweiz, einem Sharing Economy Player der ersten Stunde. Hier werden zwar keine Privatautos geteilt oder zahlungswillige Mitfahrer aufgepickt, sondern Mobility Fahrzeuge an zahlreichen Standorten in der Schweiz zum temporären Gebrauch angeboten. Vom Angebot machen nicht nur Privatpersonen sondern auch unzählige Firmen Gebrauch. In der Zwischenzeit rüstet Mobility sogar ganze Firmenflotten mit der eigenen Technologie aus und ermöglicht damit, eine Optimierung der Fahrzeugnutzung und damit teilweise erhebliche Kosteneinsparungen. Es muss aber immer selber gefahren werden.

Mobility Business Carsharing Präsentation zum Download

Zusammen mit Beat Eichenberger und Stefan Jäggi nochmals für ein kurzes Abschlussfazit und einen Dank an die Mitwirkden auf die Bühne und dann hiess es: Speis und Trank beim Networking Lunch und Vorhang auf für die Verleihung der neu geschaffenen „Business Travel Awards.

Die ersten „Swiss Business Travel Awards“

Zum Abschluss des STMF verlieh das Magazin «Business Traveltip» erstmals die «Swiss Business Travel Awards».

STMF AwardsErfreulicherweise liess sich ein Grossteil der Teilnehmer, den von Claudia Lässer und Stefan Jäggi moderierte Teil nicht entgehen.

Die glücklichen Gewinner sind:

  • Airlines Kurzstrecke: British Airways
  • Airlines Langstrecke: Singapore Airlines
  • Airports: Flughafen Zürich
  • Hotelketten: Radisson Blu
  • Mietwagenanbieter: Europcar

Weitere Bilder vom Anlass  gibt es auf der Foto/Video Seite von Business Traveltip.

Auch wenn die Vorbereitung für den Anlass immer wieder richtig anstrengend ist, so macht es doch Spass das Team von Business Traveltip bei der Themenauswahl zu begleiten. Und natürlich auch, das eine oder andere Thema dann weiter zu vertiefen und auf die Bühne zu bringen. So ist TravelBrain sicher auch im nächsten Jahr mit dabei beim 11. Swiss Travel Management Forum am 15. September 2016. Ich freue mich darauf.

Adrian Matt für TravelBrain

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Business Traveltip

16.09 2015

Advito Industry Forecast 2016

Der Herbst ist ja nicht nur die Zeit der vielen Anlässe – nein auch pünktlich, wenn die ersten Blätter fallen, publizieren die TMCs und Ihre Beratungssparten die Forecasts für das kommende Jahr. Gerade erschienen ist in diesen Tagen der Blick in die Kristallkugel von Advito/BCD. 
Advito Forecast 2016Niedrige Ölpreise und erhöhte Kapazitäten werden laut des Industry Forecasts von Advito die Flugpreise 2016 auf einem relativ niedrigen Niveau stabilisieren. Die Steigerung des Angebots sorgt dafür, dass die Flugpreise in den meisten Märkten nicht ansteigen werden und in den Märkten mit dem intensivsten Wettbewerb sogar fallen könnten. Wenn die Ölpreise anziehen oder sinken, können die Flugpreise jedoch sehr schnell ansteigen oder fallen

„Obwohl wir davon ausgehen, dass die Flugpreise 2016 weltweit konstant bleiben, sollten sich Einkäufer von Geschäftsreisen auf regionale Unterschiede in der Preisgestaltung einstellen“, so Bob Brindley, Vice President bei Advito. „Mehr als je zuvor variieren die Bedingungen auf dem Flugreisemarkt je nach Flugstrecke. Daher ist es für Unternehmen besonders wichtig, genau zu verstehen, wo sie am meisten ausgeben und ob es billigere Alternativen gibt.“

mehr zur Einschätzung von Advito für das Jahr 2016

Advito Industry Forecast 2016 – Pflichtlektüre

Wiederum für alle Travel Manager und TMC Sales- und Account-Manager eine absolute Pflichtlektüre. Für die Travel Manager sind die Forecasts eine gute Hilfe für die Budgetierung der nächstjährigen Ausgaben für Geschäftsreisen und für die TMC-Kollegen eine Gelegenheit, sich nebst den Anlässen einmal umfassend über die aktuellen Entwicklungen zu infomieren. Selbst wenn die Info von der Konkurrenz kommt.

Auf der BCD Whitepager Seite steht  Forecast 2016 von Advito zum Download bereit.

Wer sich nicht durch den 66-seitigen englischen Bericht arbeiten möchte, findet in der deutschsprachigen Zusammenfassung eine gute Übersicht zu den einzelnen Themen.

Meine Kollegen und ich werden uns natürlich den Advito Industry Forecast 2016 ebenfalls detailliert zu Gemüte führen um zu überprüfen, wo wir mit unseren eigenen Einschätzungen liegen und um zu sehen, ob es Themen gibt, die bisher irgendwie an uns vorbeigezogen sind.

Adrian Matt für TravelBrain

 

 

15.09 2015

TravelBrain App Check – Messaging

Kaum einer, der nicht eine der hier getesteten App auf seinem Smartphone installiert hat. Für die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Business Traveltip haben wir einige der bekanntesten Messaging Apps getestet. In vielen Fällen ersetzen diese Tools heute die Kommunikation via Email oder Telefon. Und dies auch immer öfter in Firmen aller Grössen.

Neben den bekanntesten Applikationen von Google (Hangouts), Microsoft (Skype) und Facebook (WhatsApp) haben wir auch das unabhängige Schweizer Tool Threema getestet. Wer mit etwas weniger Funktionen auskommt, aber viel Wert auf  Sicherheit und verschlüsselte Kommunikation setzt, sollte sich Programm einmal näher ansehen.

Wenn Ihr andere Tools im Einsatz habt oder Feedback zu den hier getesteten und deren Einsatz im beruflichen Umfeld habt, freuen wir uns natürlich über Eure Kommentare.

 

WhatsApp Messenger – Version unbekannt (Android)

Angebot   7/10
Benutzerfreundlichkeit:   8/10
Nutzen für den Business Traveller:   6/10
Einfach in der Handhabung. Kostenlose Chat und Anruffunktionen. Läuft über Mobilnetz oder WIFI wie alle Apps im Test. Überträgt Fotos, Videos und Sprachnachrichten. Offenbarte schon Datenlecks. Enorme Abdeckung. Hilfreich.

Kosten:          kostenloser Download der APP

Funktionen:

  • Gleicht das persönliche Adressbuch ab und verbindet sämtliche Kontakte, die über WhatsApp verfügen
  • Läuft über WIFI oder auch das Mobilnetz
  • Einstiegsseite zeigt Unterkategorien wie Anrufe, Chats und Kontakte
  • Zeigt an wann die eigenen Kontakte letztmals online waren
  • Persönliches Profil erstellen und Statusmeldungen hinterlegen
  • Einladen von Freunden
  • Einzelchat oder Gruppenchat
  • Multimedia Übermittlung von Fotos, Sprachnachrichten, Videos und Musikfiles
  • Kostenlos nationale und internationale Anrufe tätigen innerhalb eigener Kontaktgruppe
  • Persönlichen Standort anzeigen und versenden
  • Offline Nachrichten senden und empfangen, Lesebestätigungen einsehen
  • Diverse Einstellungen festlegen (Datenschutz, Chat, Benachrichtigungen, persönliches Profil und Account Details)
  • Chats archivieren, leeren, löschen und per Mail versenden
  • Aus Gruppen austreten, Kontakte sperren

Was fehlt:

  • Video Calls
  • Gruppen Calls
  • Übermittlung von Dateien wie PDF, DOC und weiteren Formaten
  • Verschlüsselung

Bemerkungen:

  • Ab und an in den Medien wegen angeblichen Datenlecks
  • Täglich massiv zunehmende Nutzerzahlen.

Threema. Der sichere Messenger – Version 2.41 (Android)

Angebot   6/10
Benutzerfreundlichkeit:   6/10
Nutzen für den Business Traveller:   7/10
Schlichte aber effektive Applikation. Keine Anrufmöglichkeit, dafür verschlüsselte Kommunikation. Unterstützt diverse Dateiformate wie PDF, DOC, etc. Server in der Schweiz. Nutzerzahlen eher gering, Installation trotzdem empfohlen.

Kosten:          Download CHF 1.99

Funktionen:

  • Liest einmalig die Kontaktliste und synchronisiert diese. Aktivierungslink wird per SMS zugestellt
  • Läuft über WIFI oder auch das Mobilnetz
  • Einstiegsseite führt zur Unterkategorie Chats und Kontakte
  • Kontakte hinzufügen (über Eingabe von Threema-ID oder QR Code) oder blockieren
  • Freunde einladen per SMS, E-Mail
  • Eigene Threema ID teilen
  • Einzelchat oder Gruppenchat
  • Sämtliche Dateiformate senden oder empfangen (DOC, PDF, ZIP, etc)
  • Teilen von Standort, Bildern und Videos
  • Diverse Einstellungen festlegen (Privatsphäre, Chat-Anzeige, Kontaktlisten, Benachrichtigungen, Pin, Verschlüsselung etc.)
  • Back Up der Threema ID erstellen
  • Aus Gruppen austreten, Kontakte sperren
  • Kontakte verknüpfen zur Kurzwahl

Was fehlt:

  • Voip Calls
  • Video Calls
  • Gruppen Calls

Bemerkungen:

  • Einzige App, die sämtliche Datenübermittlungen verschlüsselt und sogar anonymes Chatten ermöglicht.
  • Vorteilhaft beim Versenden oder Empfangen von „heiklen“ Daten.

Server steht in der Schweiz

Hangouts – Version variiert je nach Gerät (Android)

Angebot   7/10
Benutzerfreundlichkeit:   7/10
Nutzen für den Business Traveller:   6/10
Überschaubar und selbsterklärend. Unterstützt Fotos, Emojis, animierte GIFs, Karten für die Standortübermittlung, aber keine PDF oder DOC Files. Geniale kostenfreie Videokonferenz für bis zu zehn Personen. Herunterladen!

Kosten:          kostenloser Download der APP

Funktionen:

  • Überschaubare Einstiegsseite führt zu den Unterkategorien
  • Bei Installation wird Kontaktliste abgeglichen und synchronisiert
  • Läuft über WIFI und auch das Mobilnetz
  • Einstiegsseite führt zur Unterkategorie Kontakte und Chats
  • Zeigt an wann die eigenen Kontakte letztmals online waren
  • Im Chatprotokoll ist die Historie der letzten getätigten Verbindungen einsehbar
  • Neue Kontakte zu Hangouts hinzufügen mittels „Einlade-Funktion“
  • Einzel-Chat oder Gruppen-Chat
  • Unterhaltungen archivieren
  • Kostenlos nationale und internationale Anrufe tätigen innerhalb eigener Kontaktgruppe
  • Kostenlose Gruppen Video-Calls mit bis zu zehn Personen
  • Google-Voice Konto verbinden um SMS, Telefonnummer und Mailbox zu integrieren
  • Offline Nachrichten senden (werden bei verfügbarem Netz umgehend angezeigt)
  • Fotos machen und senden
  • Standort an Kontakte weitergeben
  • Diverse Einstellungen festlegen (Profil, Benachrichtigungen, verschiedene Konten, Pin,
  • Aus Gruppen austreten, Personen blockieren

Was fehlt:

  • Übermittlung von Dateien wie PDF, DOC und weiteren Formaten
  • Verschlüsselung

Bemerkungen:

  • Benötigt ein Google Konto

Empfiehlt sich vor allem für Gruppen Video-Calls

Skype – Version variiert je nach Gerät (Android)

Angebot   8/10
Benutzerfreundlichkeit:   8/10
Nutzen für den Business Traveller:   7/10
Beliebt, bekannt und solid. Steht den anderen Apps in nichts nach. Überträgt sämtliche Dateitypen. Ermöglicht Anrufe an Personen ausserhalb des eigenen Netzwerks zu geringen Kosten. Darf noch immer aufs Gerät.

Kosten:          kostenloser Download der APP

Funktionen:

  • Bei Neuinstallation wird die Adressliste nicht automatisch abgeglichen. Es ist aber möglich diese manuelle zu tun und automatisch Einladungen zu versenden
  • Wurden auf Desktopversion schon Skype Kontakte hinzugefügt werden diese gezeigt
  • Einstiegsseite bildet die letzten Konversationen abgestuft nach Datum ab
  • In den Unterkategorien finden sich zusätzlich die Favoriten und Kontakte
  • Freunde finden und einladen per Eingabe Skype-Name, E-Mail oder Rufnummer
  • Freunde automatisch einladen lass durch Skype (Abgleich der eigenen Kontaktliste und Versand der Einladungen)
  • Anzeige des persönlichen Status
  • Einzelchat oder Gruppenchat
  • Video-Calls
  • Sämtliche Dateiformate übertragen oder empfangen (DOC, PDF, ZIP, etc)
  • Kostenlos nationale und internationale Anrufe tätigen innerhalb eigener Kontaktgruppe
  • Anrufe auf Festnetz, Mobilnummern zu geringen Kosten
  • Diverse persönliche Einstellungen (Profil, Benachrichtigungen, Datenschutz, Audio- und Videoanrufe, persönliches Konto, etc.)
  • Kontakte sperren

Was fehlt:

  • Verschlüsselung

Bemerkungen:

  • Immer noch eine innovative und gute Lösung im mittlerweile breiten Angebot

Das war nach vielen, vielen Ausgaben und Tests der letzte AppCheck by TravelBrain unter der Leitung von Dani Grenacher. Er hat das immer super toll und mit viel Herzblut gemacht. Dafür danke ich ihm an dieser Stelle nochmals recht herzlich.

Jetzt muss ich also selber wieder ran :-).

Adrian Matt für TravelBrain